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WKS Diagnoseübermittlung – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Begriffe:
WPK = Wahlpartnerkontakt
Der Wahlpartnerkontakt ist die gesetzlich vorgeschriebene elektronische Erfassung
des Arzt-Patient:innen-Kontakts.

WKS = Wahlpartnerkontaktschnittstelle
Die Wahlpartnerkontaktschnittstelle ist eine technische Schnittstelle in Österreich, die es Wahlärztinnen und Wahlärzten ermöglicht, Diagnosen und Leistungen direkt im e-card-System zu erfassen. 

Mit der WKS Diagnoseübermittlung können Diagnosen direkt aus LATIDO an die Wahlpartnerkontaktschnittstelle (WKS) über das e-card System übermittelt werden.
Diagnosen können als Hauptdiagnose (H) oder Zusatzdiagnose (Z) gemeldet, getauscht und storniert werden.


Voraussetzungen:

1. Eingerichtetes e-card System

Für die Nutzung des Abrechnungsmoduls ist ein funktionierender e-card Anschluss
notwendig.
(Falls noch kein e-card Anschluss besteht, finden Sie die Informationen dazu hier.)

2. Freischaltung des e-card Basis Wahlpartnerpaket Moduls durch LATIDO

3. Eine gültige e-card/o-card Verbindung muss bestehen

4. Es muss in der Diagnose ein ICD10 Code gesetzt sein

Vor dem Start:
Wenn Sie ganz frisch mit LATIDO und der WKS-Übermittlung beginnen oder sich noch unsicher fühlen, empfehlen wir, sich zuerst die folgenden Ressourcen anzusehen:

Artikel: Wahlpartnerkontakt erstellen – Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines WPK-Kontakts
Webinar-Aufzeichnungen: Regulatorik 2026 – Einführung in die aktuellen Vorgaben und Abläufe

Diese Inhalte helfen Ihnen, die Grundlagen zu verstehen.


  1. Öffnen Sie die Patientenkartei
  2. Erstellen Sie eine neue Diagnose mit „dia/ddia + LEERTASTE“.
  3. Füllen Sie die Diagnose wie gewohnt aus.
  4. „als WKS-Diagnose eintragen

Die Diagnose wird in LATIDO gespeichert und gleichzeitig an WKS übermittelt.

Hinweis:
Falls für den aktuellen Besuch noch kein WPK-Kontakt existiert, wird dieser automatisch angelegt.
Die Eintragsfunktion steht auch in übergeordneten Modulen wie Dekurse, Briefe oder Verrechnung zur Verfügung.

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Übermittlung:

1.„An WKS senden“

Klicken Sie über die drei Punkte → „An WKS senden“

Dabei wird geprüft, an welchem Tag die Diagnose ursprünglich eingetragen wurde.
Die Übermittlung erfolgt dann rückwirkend für genau dieses Datum.

Beispiel:
Die Diagnose „Bauchschmerzen“ wurde am 01.06. eingetragen.
Für diesen Tag wurde jedoch kein WPK erstellt.

→ Eine Übermittlung an WKS ist daher nicht möglich.
Es erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.


2. „Heute an WKS senden“

Über die drei Punkte → „Heute an WKS senden“

In diesem Fall wird die Diagnose unabhängig vom ursprünglichen Eintragsdatum mit dem heutigen Datum an WKS übermittelt.

Beispiel:
Die Diagnose „Bauchschmerzen“ vom 01.06. wird heute an WKS gesendet.

Dabei wird die Diagnose nicht erneut in der Kartei eingetragen, damit der Diagnoseverlauf übersichtlich und korrekt bleibt.

So legen Sie einen neuen WPK-Kontakt mit Diagnosen an:

  • Erstellen Sie einen neuen WPK-Eintrag:
    Sie können entweder auf das „Plus“-Symbol in der Kommandozeile > Wahlpartner-Kontakt klicken oder noch einfacher „wpk + [LEERTASTE]“ in der Kommandozeile eingeben, um einen neuen Wahlpartner-Kontakt zu erstellen.
  • Im Abschnitt „Diagnosen“ des Formulars:
    • Wählen Sie eine Hauptdiagnose aus den heutigen Diagnosen des Patienten aus
      (Pflichtfeld, sobald Zusatzdiagnosen ausgewählt werden)
    • Optional können Sie Zusatzdiagnosen auswählen
  • Speichern Sie den WPK-Eintrag.

Die Diagnose wird anschließend an WKS übermittelt.

So können Sie eine bereits an WKS übermittelte Diagnose stornieren:

  1. Klicken Sie auf die drei Punkte der gewünschte Diagnose.
  2. Wählen Sie „WKS-Diagnose stornieren“.
  3. Die Diagnose wird in WKS storniert und erhält die Statusanzeige „via WKS storniert“

Wichtig:
Wenn ein gesamter WPK-Kontakt storniert wird, werden automatisch alle damit verknüpften WKS-Diagnosen ebenfalls storniert.
Ein WPK-Kontakt kann bis zum Ende des Quartals storniert werden. Danach ist eine Stornierung nicht mehr möglich. Definition eines Quartals siehe DokuG.

Sie können eine bereits an WKS übermittelte Diagnose zwischen Haupt- und Zusatzdiagnose wechseln.

  1. Klicken Sie auf die drei Punkte der gewünschte Diagnose.
  2. Wählen Sie je nach aktuellem Status:
    • „als WKS-Hauptdiagnose verwenden“ – falls die Diagnose aktuell eine Zusatzdiagnose ist
    • „als WKS-Zusatzdiagnose verwenden“ – falls die Diagnose aktuell die Hauptdiagnose ist

Ergebnis:
Die Änderung wird automatisch an WKS übermittelt, und die Statusanzeige wird entsprechend aktualisiert.

Wenn die aktuelle Hauptdiagnose storniert wird und es vorhandene Zusatzdiagnosen gibt, wird automatisch eine dieser Zusatzdiagnosen zur neuen Hauptdiagnose hochgestuft.

Nach der Übermittlung zeigt LATIDO den Status direkt in der Karteieintragsübersicht an.

  • Erfolgreich als Hauptdiagnose an WKS übermittelt:
  • Erfolgreich als Zusatzdiagnose an WKS übermittelt:
  • Die Diagnose wurde in WKS storniert:
  • Die Übermittlung ist fehlgeschlagen (Fehlerdetails anzeigen):

Hinweis:
Bei „fehlgeschlagen (WKS)“ sehen Sie die genaue Fehlermeldung, wenn Sie mit der Maus über die Statusanzeige fahren.

Klicken Sie auf eine Diagnose, um die Infobar zu öffnen. Dort finden Sie folgende Informationen:

  • Übermittlungsstatus
    Zeigt den aktuellen Status der WKS-Übermittlung (z. B. erfolgreich, fehlgeschlagen, storniert)
  • WKS-ID
    Eindeutige Kennung, die von WKS vergeben wird
  • Diagnosenart
    Kennzeichnung als Hauptdiagnose oder Zusatzdiagnose
  • WPK-Kontakt
    Der verknüpfte Kontakt, an den die Diagnose übermittelt wurde
StatusanzeigeBedeutung
Erstellt (grün)WPK-Kontakt wurde erfolgreich übermittelt
Übermittlung ausstehend (gelb)Übermittlung an WKS ist noch nicht abgeschlossen
Fehler (rot)Übermittlung fehlgeschlagen
Storniert (rot)WPK-Kontakt wurde storniert

Hinweis:
In der WPK-Infobar sehen Sie außerdem alle verknüpften WKS-Diagnosen auf einen Blick.

Wenn eine Diagnose nicht erfolgreich an WKS übermittelt werden kann:

  • Die Diagnose erhält die Statusanzeige „fehlgeschlagen (WKS)“ mit einem Fehler-Symbol.
  • Bewegen Sie die Maus über das Fehler-Symbol, um die genaue Fehlermeldung zu sehen.
  • Über das Kontextmenü können Sie „WKS erneut senden“ auswählen, um die Übermittlung erneut zu versuchen.

Wenn die Übermittlung direkt nach dem Eintragen fehlschlägt, erscheint ein Dialogfenster mit folgenden Optionen:

  • Fehlermeldung – zeigt die Ursache des Übertragungsfehlers
  • „Erneut versuchen“ – startet einen neuen Übermittlungsversuch
  • „Abbrechen“ – die Diagnose wird ohne WKS-Übermittlung gespeichert und kann später nachträglich gesendet werden

Hinweis:
Mit dieser Funktion können Sie fehlgeschlagene Übermittlungen jederzeit nachholen, ohne die Diagnose neu eintragen zu müssen.

Nein, stornierte Diagnosen können nicht erneut an WKS übermittelt werden. Erstellen Sie in diesem Fall eine neue Diagnose.

Die Diagnose wird gespeichert, die Übermittlung wird als fehlgeschlagen markiert. Sie können den Versand später über das Kontextmenü erneut versuchen, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist.

Nicht zwingend. Wenn Sie eine Diagnose direkt als WKS-Diagnose eintragen und noch kein WPK-Kontakt für den heutigen Besuch existiert, wird dieser automatisch erstellt.

Nutzen Sie dafür das Tagesprotokoll. Es gibt Ihnen einen Überblick über alle Behandlungen des Tages und zeigt auf einen Blick, ob pro Patient:in WPK, Leistung und Diagnose vollständig übermittelt wurden. Sie finden es über das Todo-Symbol in der Navigationsleiste → Tagesprotokoll.

Diagnosen und Leistungen, sofern ein WPK vorhanden ist. Der WPK selbst ist nicht nachträglich eintragbar – das liegt an der Schnittstelle, nicht an LATIDO.

Wählen Sie dafür bei dem entsprechenden Eintrag bei den drei Punkten die Option “rückwirkend an WKS senden”.

„Rückwirkend an WKS senden” überträgt eine bereits gespeicherte Diagnose mit ihrem ursprünglichen Eintragsdatum an die Wahlpartnerkontaktschnittstelle – also nicht mit dem heutigen Datum, sondern mit dem Datum, an dem die Diagnose ursprünglich in der Kartei erfasst wurde. 

Wichtige Einschränkung: Das funktioniert nur, wenn für dieses ursprüngliche Datum bereits ein Wahlpartnerkontakt existiert. Ist das nicht der Fall, schlägt die Übermittlung fehl und es erscheint eine Fehlermeldung. 

Die Alternative dazu ist „Heute an WKS senden” – dabei wird die Diagnose mit dem aktuellen Tagesdatum übermittelt, ohne dass die Diagnose selbst erneut in der Kartei gespeichert wird.

Wir empfehlen, künftig direkt die in LATIDO hinterlegten ICD-10-Diagnosen zu verwenden statt Freitextdiagnosen ohne ICD-10-Code anzulegen. So entfällt das nachträgliche Verknüpfen mit „+ ICD” bei jeder Diagnose. 

Tipp: Sie können den Beschreibungstext einer ICD-10-Diagnose beliebig anpassen und als Vorlage speichern – so behalten Sie Ihre gewohnte Formulierung, haben aber automatisch den passenden Code hinterlegt. 

Was passiert mit bestehenden Freitextdiagnosen? 

Unter Einstellungen (Schraubenschlüssel) > Karteimodule > Diagnosen > Freitextdiagnosen finden Sie den Button „Alle Freitextdiagnosen löschen”, mit dem Sie Ihre bisherigen Freitextdiagnosen auf einmal entfernen können. 

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